Kastanienseife mit Kastaniensud und Kastanienmehl

Herbstliche Kastanienseife – Kastanienkind

Der Herbst hat etwas Magisches (vor allem wenn einem der Sommer zu heiß ist): Kastanien purzeln von den Bäumen und die Luft wird frischer – es ist die perfekte Zeit, um Kastanienseife herzustellen.

 

Mit meinem Seifenrezept Kastanienkind möchte ich dir eine Seife schenken, die mit heimischen Zutaten, viel Schaum erzeugt.

Table of Contents

Warum Kastanienseife?

Kastanienseifen

Wusstest du, dass Rosskastanien natürliche Saponine enthalten?


Das sind waschaktive Pflanzenstoffe, die früher tatsächlich zum Wäschewaschen verwendet wurden – gerieben, gekocht oder eingeweicht. So gesehen ist die Kastanie eine regionale Alternative zur Waschnuss, und sie hat sich diesen Ruf auch wirklich verdient.

 

 

Heute erlebt sie ein stilles Comeback – in Waschmitteln, Haarpflege oder eben in handgemachter Naturseife.

 

 

Wir können die natürlichen Saponine in der Seife nutzen, um Schaum und Reinigungswirkung zu verstärken. Zusammen mit hochwertigen pflanzlichen Schaumölen wie Kokosöl und Babassuöl entsteht eine luxuriöse Seife, die sowohl reinigt als auch verwöhnt.

Was man mit Kastanien (noch) alles machen kann

  • Kastaniensud zum Wäschewaschen
    Ähnlich wie im Seifenrezept kannst du Kastanien klein schneiden, mit Wasser übergießen, 24 Stunden ziehen lassen – und den Sud als mildes Flüssigwaschmittel verwenden.

     

  • Kastanien-Shampoo
    Mit ein bisschen Experimentierfreude lässt sich aus Kastaniensud ein natürliches Haarshampoo herstellen – eventuell mit ätherischen Ölen oder Kräuterauszügen ergänzt.

  • Fußbad mit Kastanien-Extrakt
    Kastanienauszüge haben eine durchblutungsfördernde Wirkung – ideal für ein warmes Fußbad nach einem Herbstspaziergang.

  • Peeling & Seife
    Kastanienmehl wirkt als sanftes Peeling – direkt in die Seife gegeben oder in einem DIY-Körperpeeling mit etwas Öl und Zucker vermischt.

Achtung: Rosskastanie ist nicht Edelkastanie

Für Kastanienseifen verwende ich Rosskastanien (Aesculus hippocastanum). Sie wachsen in Parks, Gärten und am Straßenrand und haben eine glatte, dunkelbraune Schale mit hellen Flecken.

Edelkastanien (Maronen) hingegen sind essbar, sehen zwar ähnlich aus, enthalten aber keine waschaktiven Saponine und sind für unsere Seifenherstellung daher ungeeignet.

Wenn du also Kastanien für Seife sammelst, greife unbedingt zu Rosskastanien – nur sie bringen den gewünschten Reinigungseffekt und Schaumboost.

Seifenrezept das für Schaum, Schaum und Schaum sorgt!

Ein cremig schäumendes, mildes Seifenrezept, das auf heimische Zutaten und pflanzliche Pflege setzt.
Das Zusammenspiel von Kastaniensud, Kokosöl und Babassuöl sorgt für üppigen Schaum, während Sheabutter, Olivenöl, Mandel- und Rizinusöl die Haut verwöhnen.

Die Seife ist rein pflanzlich (vegan), mit natürlichem Peeling durch Kastanienmehl und einem zarten Duft von Orangenblüten – warm, pudrig, herbstlich.

Die Kastanien kannst du auch sammeln, trocknen und später verwenden! Gerne auch das getrocknete Kastanienmehl später für neuen Sud verwenden!

Video: Herstellung der Kastanienseife

Im Video zeige ich dir wie ich die Kastanienseife nach meinem Rezept „Kastanienkind“ herstelle.

FAQs

Häufig gestellte Fragen

Hast du weitere Fragen?

Schreibe mir doch einfach eine E-Mail (diane@seifenimglueck.com) oder hinterlasse unten stehend einen Kommentar, ich freue mich darüber!

Ja, das geht. Ich habe mich hier bewusst für die Kaltauszug-Methode entschieden, weil sie besonders schonend ist und die Saponine gut herauslöst. Wer es eilig hat, kann die Kastanien aber auch kurz aufkochen und abseihen. Wichtig ist nur: Die Flüssigkeit muss komplett abgekühlt sein, bevor du sie zur Lauge gibst!

Nein – aber ich empfehle es. Die Schale enthält Gerbstoffe, die den Sud etwas dunkler färben und mitunter zu stärkeren Verfärbungen in der Seife führen können. Wenn du ein möglichst klares Ergebnis möchtest, lohnt sich das Schälen – auch wenn’s ein bisschen Fleißarbeit ist.

Frisch ist am besten! Ich verwende ihn am liebsten direkt nach dem Ziehen, also nach 24 Stunden. Wenn du den Sud mal nicht gleich brauchst, kannst du ihn für 1–2 Tage im Kühlschrank aufbewahren oder portionsweise einfrieren.

Nein, nicht in der Form, wie wir es für diese Seife brauchen. Es gibt zwar Kastanienmehl aus der Edelkastanie (essbar), aber für unsere Kastanienkind-Seife verwenden wir Rosskastanien – und da ist frisch gemahlen einfach am besten. Am unkompliziertesten klappt’s mit einer Kräuter- oder Kaffeemühle.

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Seifensieden lernen mit Diane Schmid

2 Responses

    1. Liebe Dana,
      ja, du kannst Babassuöl ersetzen. Du könntest das Rezept wie folgt anwenden:
      40 % Olivenöl
      30 % Kokosöl
      15 % Sheabutter
      11% Mandelöl
      4 % Rizinusöl.
      lg Diane

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